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Kieferorthopädie

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Die Zahnfehlstellung kann auch ein Grund für Wirbelsäulenfehlhaltungen (Skoliosen, Lordosen, Kyphosen) sein. Beckenrotation, Ilio-Sacral-Gelenk-Blockaden (Hüft-, Kreuzbeinschmerzen), ungleiche Schulterhöhe und einseitige Kopfhaltung können weitere Folgen sein. In diesen Fällen führt die Beseitigung des dentalen Distreß (DDS) und die Entspannung, sowie Entspannung der Muskulatur zur Rückkehr in eine normale Haltung. 

Haltungsfehler, Wirbelblockaden, Weichteilverlagerungen, v.a. in der Halswirbelsäule, können eine Strangulation und Verengung der Gefäße (bes. Arteriae vertebralia) hervorrufen, was eine Mangeldurchblutung im Kopf- Hirn-Bereich verursacht. Ebensolche Folgen entstehen in der venösen und lymphatischen Entsorgung. 

DDS-Patienten beschweren sich über Kopfschmerz, bizarre Schmerzen, Taubheit, Verringerung des Gehörs, Dermatitis (Hautausschlag), Sinusitis, Müdigkeit, Depression, Schlaflosigkeit, Geschwüre im Verdauungstrakt, Verstopfung, häufigen Harndrang, Schwindel und eine Menge von gynäkologischen Problemen. Beseitigung des DDS macht diese chronischen Probleme rückläufig, die Körperchemie normalisiert sich und die Kinder mit Lernschwierigkeiten verbessern ihre Konzentration oft in erstaunlichem Maße.

So sind die Zusammenhänge: 

  • Wenn ein Zahn entfernt wird und kein Lückenhalter oder keine Brücke verwendet wird, dann entsteht eine streßvolle mandibuläre (den Unterkiefer betreffende) Sitution.  

  • Wenn Füllungen oder Prothesen hergestellt werden, die nicht die exakte Unterstützung und physiologische Balance herstellen, dann wird ein Haltungsproblem geschaffen. 

  • Wenn bei einem Patienten ein tiefer Überbiß oder eine Malokklussion (Fehlbiß) vorliegen, dann kann die Balance der Körperchemie, des Blutes und des Endokriniums (Hormone) betroffen sein. 

  • Wenn Spannung und intermittierndes Pressen bei Kindern den Milchzähnen nicht ermöglicht hat, völlig in eine physiologische, balancierte maxillo-mandibuläre (Oberkiefer-, Unterkiefer) Beziehung durchzubrechen, dann wird das Kind öfter mit Ohrinfektionen, Tonsilitiden (Mandelentzündungen) oder Allergien zu kämpfen haben, und es wird aus seiner Umgebung jede Krankheit und jeden Erreger aufgabeln. 

  • Wenn aber exakte Molarenunterstützung in einer guten vertikalen Dimension durch neuromuskuläres Training vorliegt, wird das Kind nicht mehr infektionsanfällig sein, die tonsilläre Schwellung wird bis zum Normalstand zurückgehen, die Ohrinfektion, die auf kein Antibiotikum geantwortet hat, verschwindet ohne Medikament. 

Kaufaule Kinder mit prognathen Kieferfehlbildungen sind in der Regel auch haltungsschwach, weil eine durch Aktivitätsmangel bedingte Muskelschwäche meistens allgemeiner Art ist. Bekanntlich ist besonders bei starken Rückbißanomalien die Kiefergesichtsmuskulatur teilweise hypoton (schwach), was am schwachen Zungendruck, an einer unvermögenden Kaukraft, die sich durch Kaufaulheit zu erkennen gibt, und auch am niedrigen Lippentonus leicht abzulesen ist. Die Kinder können demnach eigentlich Ihre Kaufaulheit, Ihren Aktivitätsmangel und Ihre Haltungsschwäche erst ablegen, wenn sich Ihre Okklusion im Laufe der Behandlung in Harmonie mit dem Körper befindet. 

Dies ist auch wieder ein Argument für die Frühbehandlung. 

Man muß sich vor Augen halten: 

  1. Das Gehirn stellt fast die Hälfte seiner motorischen und sensorischen Funktionsmöglichkeiten dem Dentalgebiet zur Verfügung. 

  2. Der "Gehirn-Computer" wird durch Feedback-Mechanismen programmiert, ganz gleich, ob sie vernünftigen Tatsachen entsprechen oder Streßmeldungen und Irrtümern. 

  3. Die Muskulatur registriert im Bereich des Kauorgans und des Gesichts sofort alle Emotionen wie Angst, Ärger, Liebe, Haß, Freude, Überraschung. 

  4. Aus der Kinesiologie, Akupunktur und chinesischen Medizin wissen wir, daß jeder Zahn einen "Partnermuskel" und ein "Partnerorgan" besitzt, mit dem er energetische Vebindung hat. 

Wir können unsere Haltung mit einem sehr empfindlichen, balancierten Mobile vergleichen. Die Umstellung eines Mobileteilchens beeinflußt alle anderen Teile. Zur Erhaltung des Gleichgewichtes und der Gesamtheit müssen sich alle Einzelteile umstellen. 

Die Zähne bilden einen Teil des Skelettsystems. Wenn Ihre Zähne nicht exakt zusammenpassen, entsteht meist ein Ausgleichseffekt - oder eine Kettenreaktion - durch die ganze Haltungskette. Der Körper paßt sich an. Dies betrifft die Muskulatur im Hals, im Rücken und sogar im Becken, den Beinen und den Füßen. 

Eine schlechte Haltung wird meist nicht als Gesundheitsproblem angesehen. 
Mit der Zeit jedoch können die Konsequenzen einer schlechten Haltung genauso schädlich sein wie ein Unfall. Schlechte Haltungsgewohnheiten sind immer schwieriger zu korrigieren, je länger sie existieren und sie werden auch immer schädlicher für den Körper.  

Die Zähne sind die Organe zur Feinherstellung der Wirbelsäule !         

Sollten sie diese Behandlung und Untersuchung für sich oder Ihr Kind wünschen oder nähere Informationen dazu, bitte sprechen Sie mich darauf an. 

Mit freundlichen Grüßen 

Ihr Kieferorthopäde Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Obert


Wir behandeln mehr als Zähne. Wir behandeln Menschen !

 


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